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14. Juni 2017
Geduld
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Wie ich mich fühle, ist meine Entscheidung

Wie ich mich fühle, ist meine Entscheidung

Wie ich mich fühle, ist meine Entscheidung

Zu Beginn eine kurze Übung:

Halten Sie kurz inne und spüren Sie: Wie bin ich jetzt? Aufgeregt oder gelangweilt? Satt oder hungrig? Ist mir warm oder kalt? Habe ich Ruhe oder bin ich in Eile?
Schließen Sie kurz die Augen und spüren Sie das, was gerade da ist.

Und nun eine zweite Frage:
Denken Sie, dass Sie selbst dafür verantwortlich sind, was Sie empfinden? Glauben Sie, dass Sie selbst zu 100 Prozent beeinflussen können, wie es Ihnen geht?
Denken Sie kurz nach und schreiben Sie die Antwort gern auf.

Positive und negative Gefühle

Eine Indianerweisheit sagt, in unseren Herzen tobt ein Kampf zwischen zwei Wölfen.

Der eine Wolf ist böse. Seine Waffen sind Angst, Ärger, Neid, Eifersucht, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst.

Der andere Wolf ist gut. Seine Waffen sind die guten Dinge, wie z. B. Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.

Stellen Sie sich Ihr Herz vor und die beiden Wölfe, die da wohnen. Wollen Sie wissen, welcher der beiden Wölfe gewinnt?

Die Antwort ist einfach. Es gewinnt der Wolf, den Sie füttern.

Wie ich mich fühle, ist meine Entscheidung

Ganz viele Menschen denken, dass Gefühle entstehen, weil uns etwas passiert. Ich bin zum Beispiel unzufrieden, wenn der Bus nicht pünktlich kommt und ich im Regen stehe. Oder ich fühle mich verärgert, weil meine Tochter nicht anruft. Doch unsere Gefühle entstehen vielmehr durch unsere Bewertung der Situation, in der wir uns befinden, und durch unsere Gedanken.

Das bedeutet, in gleicher Situation können zwei verschiedene Menschen komplett unterschiedliche Gefühle bekommen. Der Bus kommt nicht und ich werde gerade nass im Regen? Super, dann kann ich ja prüfen, ob meine Jacke wirklich so wasserabweisend ist, wie die Werbung das behauptet!

Zeitlich befristete Umstände sind nämlich keineswegs eine bleibende Realität, und vom Mond aus gesehen sind all diese Probleme sowieso klitzeklein. Stehen Sie an der Bushaltestelle im Regen, so ist es ganz und gar Ihre Entscheidung, welchen Wolf Sie füttern und ob Sie sich darauf fokussieren, wie ungerecht und traurig Ihr Leben ist, oder ob Sie sich darauf freuen, die nassen Schuhe auszuziehen und den Abend mit einer Tasse Tee und guter Musik ausklingen zu lassen.

Ich entscheide selbst, wie ich mich fühle. Jede einzelne Minute.

Stärken stärken statt Schwächen schwächen

Die sind immer da, unsere beiden Wölfe. Sie schauen uns an, kämpfen um unsere Gunst. Stellen Sie sich vor, Sie laufen mit einer Taschenlampe im Dunklen und leuchten nur auf positive und fröhliche Objekte. Damit „füttern“ Sie nur den guten Wolf. Nehmen Sie all die netten und fröhlichen Objekte bewusst wahr! Entdecken Sie, wie viel Gutes in Ihrer aktuellen Situation präsent ist. Der andere Wolf ist immer noch da, doch er bekommt keine Aufmerksamkeit, kein „Futter“ und kann mich dadurch nicht ablenken.

Worauf ich mich fokussiere, das wächst, wird größer und stärker, wird zur Gewohnheit.

Füttere ich den bösen Wolf, wird dieser in mir präsent, mein Gesichtsausdruck und meine Körperhaltung folgen meinen Gedanken – und das steckt die Menschen um mich herum an. Denn wir Menschen, wir spiegeln das Verhalten des Menschen, der vor uns steht. Und wie reagieren Menschen auf jemanden, der mit einem Böser-Wolf-Gesichtsausdruck durch die Gegend läuft? Sind sie freundlich zu ihm? Geben sie ihm gern, wonach er fragt? Oder beißen sie zurück?

Alles, was Sie meinen nicht zu können, nicht zu mögen, nicht zu haben – lassen Sie es im Dunklen. Halten Sie Ihre innere Taschenlampe stattdessen auf alles, was Ihnen gut gelingt und worin Sie bereits gut sind. Stärken Sie Ihre Stärken und zeigen Sie der Welt, wie großartig Sie als Person sind. Füttern Sie also den guten Wolf in sich.

Täglich den guten Wolf füttern

Die Formel ist simpel: Tun Sie es täglich. Holen Sie sich täglich ein Puzzleteil Ihres Lebens aus einer Situation, in der Sie sich großartig gefühlt haben. Atmen Sie tief ein und aus, bewegen Sie den Körper und merken Sie, wie die Gedanken von der Situation geflutet werden. Sie sind ganz und gar in diesem positiven Erlebnis.

Machen Sie es jeden Tag. Jeden Tag, an dem Sie sich großartig fühlen wollen. Es wird Ihnen nicht sofort gelingen, denn an dieser Stelle müssen sich erst mal „Muskeln“ bilden. Eins ist sicher: Je mehr Sie Ihre positiven Gefühle pflegen, umso stärker werden diese und umso häufiger spüren Sie sie.

So wie wir uns die Zähne putzen, können wir auch unsere Gedankenwelt reinigen, indem wir nur den guten Wolf füttern und ihn siegen lassen.

Autor leider unbekannt 

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